Peru-Projekt

Wir unterstützen die Organisation "Alas de Esperanza" beim Aufbau der Wasserversorgung für und mit peruanischen Dörfern.

"Wasser ist die Kraft, die uns verbindet"

Obwohl Peru eines der wasserreichsten Länder der Welt ist, haben mehr als 6 Millionen Peruaner immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Entwicklung hat sich durch den Klimawandel noch verschärft und führt zu einem Teufelskreis von Armut und Krankheit. Viele Menschen flüchten in die Slums der Städte wie Lima. Initiativen der Regierung sind vor allem auf die Küste beschränkt. Abgelegenere Gemeinden im Andenhochland und im Amazonasgebiet erhalten kaum staatliche Unterstützung. Seit 20 Jahren unterstützt die kanadische Organisation „Les Ailes de l’Espérance“ mit Ihrem peruanischen Ableger „Alas de Esperanza“ (Flügel der Hoffnung) abgelegene Gemeinden in Peru bei der Entwicklung eines zuverlässigen und nachhaltigen Wasserversorgungssystems. Bisher wurden ca. 50.000 Menschen erreicht.

Haben Sie Fragen, Interesse an weiteren Informationen oder möchten Sie mithelfen?

Senden Sie uns einfach eine kurze E-Mail:

Sie möchten unser Projekt mit einer Spende unterstützen?

Unsere Kontoverbindung bei der
Volksbank Erft:
St. Kosmas und Damian Pulheim
IBAN: DE86370692526004329013  BIC: GENODED1ERE
Betreff: Alas des Esperanza
Bitte geben Sie im Betreff auch Ihre Adresse an, wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen. Das Pfarrbüro sendet Ihnen diese dann kurzfristig zu.

Aktuelles Projekt

Shenontiari

Unser neues Wasserprojekt findet in Shenontiari statt. Die ersten Arbeiten laufen bereits (Foto: Einfassung des Wassersammelbeckens).

Das Dorf liegt im peruanischen Amazonastiefland in der Provinz Atalaya und ist nur mit dem Boot zu erreichen (3 Stunden von Atalaya und dann 2,5 Stunden zu Fuß). Dort sind über 300 Menschen dringend auf sauberes Trinkwasser angewiesen. Die Menschen leben von Fischfang und Landwirtschaft als Selbstversorger. Mangels Trinkwasser nutzen die Menschen verschmutztes Flusswasser. Folge sind Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, Hauptursachen für Kindersterblichkeit.

Ziel : Aufbau der Trinkwasserversorgung und damit Verbesserung der Lebensbedingungen und der Gesundheitsversorgung für die Dorfbewohner.
Junge Familien sollen wieder eine Zukunft für sich und ihr Dorf sehen.
Eine Schwerkraftwasserleitung von der Quelle zu einer Zisterne wird gebaut. Von dort wird das Wasser mittels einer Solarpumpe zu einem Reservoir gepumpt und dann mittels Schwerkraft zu den 37 Häusern geleitet. Jede Familie erhält ein Betonwaschbecken.
Kosten: ca. 90.000 Euro; davon wird fast 1/3 durch die Kommune und die Dorfbewohner durch eigene Arbeitsleistung beigetragen.

Die nächsten Schritte:

  • Ein Wasserkomitee wird gebildet
  • eigenverantwortliche Projektleitung durch die Menschen vor Ort
  • Wassersammelbecken nahe einer Quelle
  • Wasserleitungen vom Sammelbecken zum Dorf
  • Hausanschlüsse und Waschbecken innerhalb des Dorfes
  • Schulungen in den Bereichen Hygiene, Wassernutzung und Wartung des Trinkwassersystems.

Die Einweihung ist für Sommer 2020 geplant.

Kernelemente der Wasserprojekte von Alas de Esperanza

Beteiligung der Bevölkerung

Die Dorfgemeinschaft ist aktiv beteiligt (Aushub und Verlegung der Wasserrohre, Pflanzen von Bäumen, Materialtransport)

  • Stärkung der Dorfbewohner und Einigung der Dorfgemeinschaft
  • Projektidentifikation und nachhaltige Nutzung und Pflege des Systems 
  • Übernahme von Eigenverantwortung auch in anderen Bereichen
Einbindung der Frauen

Die unterstützten Gemeinden bilden ein "Wasserkommitee“

  • Übernahme der Verantwortung für die Wasserversorgung der Bevölkerung vor Ort 
  • Mindestens 50% Frauen (diese sind zumeist für  die Wasserversorgung Ihrer Familie verantwortlich)
Know-how Transfer
  • Schulungen zum Thema Hygiene und Wassernutzung für alle Dorfbewohner
  • Ausbildung von technischen Fachkräften (u.a. Wartung und Desinfektion des Wassersystems)
  • Trainingsmaßnahmen für das vom Dorf gewählte Wasserkomittee
Einbindung von Behörden und Politikern
  • Bewusstseinsbildung und politische Prioritätensetzung  auf das Thema Wasser
  • Leichterer Zugang zu staatlicher Hilfe z.B. beim Aufbau eines Abwassersystems
  • Zurverfügungstellung von Material und Unterstützung beim Transport
Kleinbäuerliche Landwirtschaft
  • Anlage von Gärten
  • Wassersparende Bewässerungsmethoden
  • Selbstversorgung
  • Chance auf eigenes Einkommen durch Verkauf von Produkten
Begleitung nach Projektende
  • Besuche auch nach Projektabschluss
  • Unterstützung bei technischen oder organisatorischen Fragen der Dorfbewohner

Abgeschlossene Projekte

Shinipo (2018-2019)


Am 4. August 2019 wurde das von unserer Pfarrgemeinde unterstützte Trinkwasserprojekt im Amazonasdorf Shinipo eingeweiht. Das Dorf liegt im peruanischen Amazonastiefland in der Provinz Atalaya. Über 300 Menschen haben dort nun sauberes Trinkwasser.

André Franche - Präsident unseres Partners "Alas de Esperanza" - berichtet:

„Die Dorfbewohner haben hart und konsequent für ihr Trinkwasserprojekt gearbeitet. Bei der „Operation Ameise" (siehe Foto) haben alle Menschen gemeinsam Wasserrohre 2 km vom Ucayali-Fluss ins Dorf transportiert. Mitten im tropischen Regenwald wurden 6 km Gräben ausgehoben und Wasserleitungen verlegt. Der Stolz über die geleistete Arbeit zeigt sich auf den Gesichtern der Menschen."

Die Dorfbewohner danken allen Unterstützern in unserer Pfarrgemeinde von ganzem Herzen!

Fotoalbum

Antallaqta (2017-2018)

Antallaqta liegt im Andenhochland von Peru in der Region Ayacucho auf 3.800 m Höhe und hat 315 Einwohner. Die Bewohner haben zur Zeiten des Terrorismus ihr Zuhause verlassen und sind Jahre später zurückgekehrt. Da das Straßennetz nicht bis zum Dorf führt, müssen die Dorfbewohner große Strecken zu Fuß zurücklegen.

Mit dem Projekt wurde der Aufbau der Trinkwasserversorgung für die 2 Dorfteile von Antallayta und damit eine Verbesserung der Lebensbedingungen und der Gesundheitsversorgung erreicht. Für beide Dorfteile wurde jeweils ein Wassersammelbecken (zum Teil auf über 4.000 Meter Höhe) als auch ein Wasserreservoir errichtet. Die neue Wasserversorgung wurde im August 2018 eingeweiht. Insgesamt konnte unsere Pfarrgemeinde durch Spenden und Aktivitäten 24.000 Euro zu diesem Projekt beitragen.
Fotoalbum
Unini (2016-2017)

Unini liegt nahe der Stadt Atalaya im peruanischen Regenwald und hat 572 Einwohner (davon 287 Kinder). 80% der Menschen dort hatten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Das Projekt umfasste den Bau eines Wasserreservoirs und insgesamt 10 km Wasserleitungen zu den drei Dorfteilen. Es wurden Hausanschlüsse mittels Betonwaschbecken für 164 Häuser geschaffen. Die Bevölkerung hat trotz der durch das Wetter-Phänomen "El Niño" hervorgerufenen starken Regenfälle mit sehr großem Arbeitseinsatz zum Erfolg beigetragen. Im Juli 2017 wurde das Trinkwasserprojekt eingeweiht.
Fotoalbum
Pillucho (2014-2016)

Pillucho liegt in der Region Ayacucho in den peruanischen Anden auf einer Höhe von 3.600 Metern und hat ca. 250 Einwohner. Die Menschen leben „von der Hand in den Mund“. Früher gab es nur ein sehr ineffizientes Wassersystem. Ein Erdrutsch verschüttete dieses Anfang 2014, so dass auch dieses nicht mehr nutzbar war.

Zuerst musst die die Quelle durch Entfernung der Felsbrocken des Erdrutsches freigelegt werden. Dann wurden Bäumen zum Schutz vor Bodenerosion gepflanzt. Anschließend konnte ein gut geschützten Quellbecken und Leitungen zum Wassertank im Dorf gebaut werden. Die Dorfbewohner haben aktiv und voller Begeisterung bei diesen Arbeiten mitgeholfen. Im April 2016 wurde das Projekt eingeweiht. Junge Menschen sehen nun wieder eine Zukunft in Ihrem Dorf.
Fotoalbum

Weitere Informationen

Peruprojekt mit dem Entwicklungspolitischen Preis 2019 ausgezeichnet

Dem Peruprojekt wurde von Misereor und dem Kölner Diözesanrat der Entwicklungspolitische Preis (3. Platz) verliehen. 

Mit diesem Preis wird unter dem Motto "Augenhöhe - Solidarität weltweit" vorbildliches entwicklungspolitisches Engagement ausgezeichnet, das

  • Hilfe zur Selbsthilfe fördert oder leistet
  • die Ursachen ungleicher Entwicklung in der Einen Welt benennt und einer breiteren Öffentlichkeit bewusst macht sowie dazu beiträgt, sie zukunftsorientiert zu überwinden
  • auf gleichberechtigtem Dialog beruht
  • das Lernen voneinander fördert.

Presseartikel zur Preisverleihung

Kölner Stadt Anzeiger

Kirchenzeitung

Pulheimer Wochenende

weiterführende Videos

Film zur Einweihung unseres Wasserprojektes in Unini vom "Perufund", der ebenfalls Alas de Esperanza unterstützt (englisch)

Film zu den Peruprojekten von Alas de Esperanza (englisch)

Alas de Esperanza - gestern bis heute

Wasserprojekt in Barranca (französisch)

Wasser um zu glauben - Wasser um zu wachsen (spanisch)

Das blaue Gold von Vilcashuamán (spanisch, englische Untertitel)


Wie können Sie helfen?

Die Menschen in Peru sind auch auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen, um das Wasserprojekt durchführen zu können.

Alle Aktivitäten für das Peruprojekt in Pulheim erfolgen ehrenamtlich. Die Weiterleitung der Spenden nach Peru erfolgt kostenfrei über MISEREOR. Somit kommen Ihre Spenden ohne Abzug jeglicher Verwaltungskosten direkt den Wasserprojekten in Peru zugute.

Die Projekte werden darüber hinaus sehr transparent, kostenbewusst und in hohem Maße durch Eigenarbeit der Dorfbewohner durchgeführt.

Kontoverbindung bei der Volksbank Erft:

St. Kosmas und Damian Pulheim

IBAN: DE86370692526004329013  BIC: GENODED1ERE

Betreff: Alas des Esperanza

Bitte geben Sie im Betreff auch Ihre Adresse an, wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen. Das Pfarrbüro sendet Ihnen diese dann kurzfristig zu.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Webdesign by: Ideenglanz Pulheim