Unsere Wasserprojekte in Peru

Wir unterstützen die Organisation "Alas de Esperanza" beim Aufbau der Wasserversorgung für und mit peruanischen Dörfern.
Obwohl Peru eines der wasserreichsten Länder der Welt ist, haben mehr als 6 Millionen Peruaner immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Entwicklung hat sich durch den Klimawandel noch verschärft und führt zu einem Teufelskreis von Armut und Krankheit. Viele Menschen flüchten in die Slums der Städte wie Lima. Initiativen der Regierung sind vor allem auf die Küste beschränkt. Abgelegenere Gemeinden im Andenhochland und im Amazonasgebiet erhalten kaum staatliche Unterstützung. Seit 20 Jahren unterstützt die kanadische Organisation „Les Ailes de l’Espérance“ mit Ihrem peruanischen Ableger „Alas de Esperanza“ (Flügel der Hoffnung) abgelegene Gemeinden in Peru bei der Entwicklung eines zuverlässigen und nachhaltigen Wasserversorgungssystems. Bisher wurden ca. 50.000 Menschen erreicht.
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Unser Wasserprojekt in Vista Hermosa wurde eingeweiht.

Unser Wasserprojekt im peruanischen Andendorf Vista Hermosa ist eingeweiht worden – für 60 Familien fließt nun sauberes Trinkwasser bis zu den Häusern. Besonders die Kinder profitieren davon, denn verschmutztes Wasser hatte zuvor häufig Krankheiten verursacht.

Unser Koordinator vor Ort, André Franche (Vorsitzender von „Alas de Esperanza“), schildert eine bewegende Einweihungsfeier: Die Dorfgemeinschaft dankte sich mit selbst verfassten Gedichten und Liedern; Frauen, Männer und Kinder ergriffen das Wort. Als es zur Mittagszeit zu regnen begann, rückten alle im kleinen Gemeindesaal zusammen – gefeiert und gedankt wurde dennoch weiter.
Bei der Feier waren Plakate zu sehen wie „Alas de Esperanza – eine Quelle des Lebens“ und „Wasser ist ein Schatz- teile ihn.“

Die Einweihung stand zugleich im Gedenken an Karl Josef Daverkausen - ehemals Pastor unserer Pfarrgemeinde und Initiator der Peru-Partnerschaft. Eine Tafel in Vista Hermosa trägt seinen Namen und den Dank an unsere Gemeinde – ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit über Kontinente hinweg. Für die Dorfgemeinschaft bedankt sich eine Frau auch bei uns „Danke, dass ihr uns Leben und Gesundheit schenkt“.

Vista Hermosa – „Schöne Aussicht“ – so heißt dieses abgelegene Dorf hoch oben in den Anden. Ein Name voller Hoffnung, auch wenn das Dorf oft monatelang im Nebel liegt und die Sicht begrenzt ist. Doch was die Menschen hier bewegt, ist klar: der Wunsch nach sauberem Wasser, nach Gesundheit und einem Leben in Würde.
Über 50 Familien leben hier von der Landwirtschaft – doch der Zugang zu Trinkwasser fehlt. Noch holen vor allem Frauen und Kinder das oft verschmutzte Wasser über lange Strecken zu Fuß.
Doch jetzt ist etwas in Bewegung: Die Menschen von Vista Hermosa haben gemeinsam beschlossen, das zu ändern. Seit Juni 2025 graben Frauen, Männer und Jugendliche gemeinsam Gräben für Wasserleitungen in die Felder. Mit einfachsten Mitteln, aber mit großem Einsatz, schaffen sie die Grundlage für ein neues Wassersystem – unterstützt von Alas de Esperanza, der Gemeinde Pulheim und Ihrer Hilfe.
Das Wasser wird aus einer nahegelegenen Quelle bis zu den Häusern und zur Schule geleitet. Jede Familie wird künftig ein eigenes Waschbecken haben. Für viele Mütter bedeutet das: endlich sauberes Wasser direkt am Haus – ein riesiger Schritt für Hygiene, Gesundheit und Alltag.
Ein Wasserkomitee, zur Hälfte von Frauen besetzt, sorgt für die Organisation. Die Dorfgemeinschaft übernimmt nicht nur tausende Stunden an Eigenleistung, sondern auch Verantwortung für Wartung und Schulung.
Dieses Projekt ist mehr als Technik – es ist ein Zeichen von Hoffnung, Zusammenarbeit und neuer Perspektive. Danke, dass Sie diesen Weg mit uns gehen.
Altkleidersammlung

Nach Jahrzehnten verabschieden wir uns schweren Herzens von unserer Altkleidersammlung. Die Flut an Billigtextilien und neue gesetzliche Vorgaben haben zu drastisch gesunkenen Erlösen geführt. Die gestiegenen Transportkosten können damit kaum noch gedeckt werden. So musste auch unser langjähriger Recyclingpartner sein Geschäft aufgeben. Unser Einsatz für die Menschen in Peru geht weiter! Mit Ihrer Hilfe unterstützen weiterhin den Bau und Betrieb moderner Wasserprojekte und ermöglichen Dorfgemeinschaften, nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.
Kernelemente der Wasserprojekte von Alas de Esperanza
Beteiligung der Bevölkerung
Die Dorfgemeinschaft ist aktiv beteiligt (Aushub und Verlegung der Wasserrohre, Pflanzen von Bäumen, Materialtransport)
- Stärkung der Dorfbewohner und Einigung der Dorfgemeinschaft
- Projektidentifikation und nachhaltige Nutzung und Pflege des Systems
- Übernahme von Eigenverantwortung auch in anderen Bereichen
Einbindung der Frauen
Die unterstützten Gemeinden bilden ein "Wasserkommitee“
- Übernahme der Verantwortung für die Wasserversorgung der Bevölkerung vor Ort
- Mindestens 50% Frauen (diese sind zumeist für die Wasserversorgung Ihrer Familie verantwortlich)
Know-how Transfer
- Schulungen zum Thema Hygiene und Wassernutzung für alle Dorfbewohner
- Ausbildung von technischen Fachkräften (u.a. Wartung und Desinfektion des Wassersystems)
- Trainingsmaßnahmen für das vom Dorf gewählte Wasserkomittee
Einbindung von Behörden und Politikern
- Bewusstseinsbildung und politische Prioritätensetzung auf das Thema Wasser
- Leichterer Zugang zu staatlicher Hilfe z.B. beim Aufbau eines Abwassersystems
- Zurverfügungstellung von Material und Unterstützung beim Transport
Kleinbäuerliche Landwirtschaft
- Anlage von Gärten
- Wassersparende Bewässerungsmethoden
- Selbstversorgung
- Chance auf eigenes Einkommen durch Verkauf von Produkten
Begleitung nach Projektende
- Besuche auch nach Projektabschluss
- Unterstützung bei technischen oder organisatorischen Fragen der Dorfbewohner
Abgeschlossene Projekte
Los Alvas de Chalamarca 2024-2025

Am 8. Februar 2025 wurde unser Wasserprojekt in in Los Alvas de Chalamarca in Betrieb genommen. Ein effektives Rohrleitungssystem versorgt nun jedes Haus mit reinem Quellwasser – ein bedeutender Aufbruch hin zu Gesundheit und Eigenständigkeit.

Durch ihre tatkräftige Mitarbeit haben die Dorfbewohner Verantwortung für ihre eigene Zukunft übernommen. "Das Wasserkomitee ist hervorragend geschult und weiß genau, wie das System instand gehalten werden muss. So bleibt die Wasserversorgung langfristig gesichert," berichtet André Franche, Präsident unseres Partners Alas de Esperanza.
Der Tag begann feierlich oberhalb des neu gebauteten Wasser-Reservoirs mit einer Segnung durch einen Seelsorger. Danach zog die gesamte Gemeinde, begleitet von einer Musikkapelle, ins Dorf hinab. "Man spürt die Freude und den Stolz der Menschen über das, was sie erreicht haben.

Die Dorfbewohner haben mit vollem Einsatz mitgearbeitet," fasst André Franche zusammen. "Das Projekt wurde im Gedenken an Mariana und Helmut Klein eingeweiht," ergänzt er. Das verstorbene Pulheimer Ehepaar hat die Projekte in Peru über Jahre hinweg auch vor Ort unterstützt. Die Feier setzte sich mit Ansprachen der Dorfvorsteher fort. Lokale Musiker spielten zum traditionellen Huaino-Tanz auf. Es wurde gesungen, getanzt und gemeinsam gefeiert – ein beeindruckender Ausdruck von Gemeinschaft und neuer Hoffnung.
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie mit vereinten Kräften und dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe eine Dorfgemeinschaft gestärkt wird. Es ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Spenden aus Pulheim nachhaltig Leben verändern können. Gemeinsam gelingt der Aufbruch in eine bessere Zukunft.
Hintergründe zum Wasserprojekt Los Alvas de Chalamarca
Der Ort Los Alvas de Chalamarca liegt in den Anden auf 3.220 m Höhe im Norden von Peru und gehört zur Provinz Chota.
Dort leben 316 Einwohner. Von diesen nutzen etwa 20% Wasser aus einem bestehenden System im schlechten Zustand. Die anderen Einwohner sind auf z.B. auf verunreinigtes Regenwasser angewiesen. Folge sind Durchfall- und Parasitenkrankheiten vor allem bei Kindern
Das Projekt: An zwei Quellen werden Wassersammelbecken gebaut. Von dort wird Wasser über Rohrleitungen zu Waschbecken an den Häusern der Familien geleitet.
- Die Menschen erhalten damit Zugang zu sauberem Trinkwasser. Damit werden sich Gesundheit und Hygiene und damit auch ihre Lebensbedingungen verbessern.
- Ein Wasserkomitee (mit 50% Frauen) wird gewählt, die Dorfbewohner arbeiten im Projekt aktiv mit, es gibt Schulungen z.B. zur Wassernutzung und Gesundheit.
Die Dorfbewohner ziehen Gräben für die Wasserleitungen

