Peru-Projekt

Wir unterstützen die Organisation "Alas de Esperanza" beim Aufbau der Wasserversorgung für und mit peruanischen Dörfern.

"Wasser ist die Kraft, die uns verbindet"

Obwohl Peru eines der wasserreichsten Länder der Welt ist, haben mehr als 6 Millionen Peruaner immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser. Diese Entwicklung hat sich durch den Klimawandel noch verschärft und führt zu einem Teufelskreis von Armut und Krankheit. Viele Menschen flüchten in die Slums der Städte wie Lima. Initiativen der Regierung sind vor allem auf die Küste beschränkt. Abgelegenere Gemeinden im Andenhochland und im Amazonasgebiet erhalten kaum staatliche Unterstützung. Seit 20 Jahren unterstützt die kanadische Organisation „Les Ailes de l’Espérance“ mit Ihrem peruanischen Ableger „Alas de Esperanza“ (Flügel der Hoffnung) abgelegene Gemeinden in Peru bei der Entwicklung eines zuverlässigen und nachhaltigen Wasserversorgungssystems. Bisher wurden ca. 50.000 Menschen erreicht.

Kernelemente der Wasserprojekte von Alas de Esperanza

Beteiligung der Bevölkerung

Die Dorfgemeinschaft ist aktiv beteiligt bei den anfallenden Arbeiten (z.B. Aushub, Rodung und Pflanzung von Bäumen, Transport)

  • Stärkung der Dorfbewohner und Einigung der Dorfgemeinschaft
  • Identifikation mit dem Projekt und nachhaltige Nutzung und Pflege des Systems 
  • Eigenverantwortliche Verbesserung der Lebensbedingungen auch in anderen Bereichen
Einbindung der Frauen

Die unterstützten Gemeinden bilden ein "Wasserkommitee“

  • Übernahme der Verantwortung für die Wasserversorgung der Bevölkerung vor Ort 
  • Mindestens 50% Frauen (diese sind zumeist für  die Wasserversorgung Ihrer Familie verantwortlich)
Einbindung von Behörden und Politikern
  • Bewusstseinsbildung und politische Prioritätensetzung  auf das Thema Wasser
  • Leichterer Zugang zu staatlicher Hilfe z.B. beim Aufbau eines Abwassersystems
Know-how Transfer
  • Integration der Projekte in den regionalen Kontext (z.B. Niederschlagseinzugsgebiete, Wasserscheiden)
  • Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten
  • Nutzerorientierte Schulung der Dorfbewohner (z.B. Erläuterung des Wasserkreislaufs)
Kleinbäuerliche Landwirtschaft
  • Anlage von Gärten
  • Nutzung überschüssigen Wassers für die Bewässerung
  • Selbstversorgung
  • Chance auf eigenes Einkommen durch Verkauf von Produkten
Begleitung nach Projektende
  • Besuche auch nach Projektabschluss
  • Unterstützung bei technischen oder organisatorischen Fragen der Dorfbewohner

Aktuelles Projekt

Wir unterstützen aktuell das Projekt in Shinipo. Das Dorf liegt im peruanischen Amazonastiefland in der Provinz Atalaya und ist nur mit dem Boot zu erreichen. Dort sind über 300 Menschen dringend auf sauberes Trinkwasser angewiesen. Die Menschen leben von Fischfang und Landwirtschaft als Selbstversorger. Mangels Trinkwasser nutzen die Menschen verschmutztes Flusswasser. Folge sind Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, Hauptursachen für Kindersterblichkeit.

Dieses Projekt ist auf Veranlassung von Padre Rosendo zustande gekommen, ein Claretinerpater, der auch das Projekt von 2017 in Unini unterstützt hat.

Ziel : Aufbau der Trinkwasserversorgung für Shinipo und damit Verbesserung der Lebensbedingungen und der Gesundheitsversorgung für die Menschen in Shinipo. Junge Familien sehen dann wieder eine Zukunft für sich und ihr Dorf.

Kosten: ca. 104.000 US$  (davon tragen 48.000 US$ die Kommune und die Dorfbewohner durch eigene Arbeitsleistung)

Die nächsten Schritte:

  • Ein Wasserkomitee wird gebildet
  • eigenverantwortliche Projektleitung durch die Menschen vor Ort
  • Wassersammelbecken nahe einer Quelle
  • Wasserleitungen vom Sammelbecken zum Dorf
  • Hausanschlüsse und Waschbecken innerhalb des Dorfes
  • Schulungen in den Bereichen Hygiene, Wassernutzung und Wartung des Trinkwassersystems.

Abgeschlossene Projekte

Antallaqta (2017-2018)

Antallaqta liegt im Andenhochland von Peru in der Region Ayacucho auf 3.800 m Höhe und hat 315 Einwohner. Die Bewohner haben zur Zeiten des Terrorismus ihr Zuhause verlassen und sind Jahre später zurückgekehrt. Ziel war der Aufbau der Trinkwasserversorgung für die 2 Dorfteile von Antallayta und damit Verbesserung der Lebensbedingungen und der Gesundheitsversorgung. Die Gesamtkosten betrugen ca. 89.000 US$. Die neue Wasserversorgung wurde am 9. August 2018 eingeweiht. Insgesamt konnte unsere Pfarrgemeinde durch Spenden und Aktivitäten 24.000 Euro zu diesem Projekt beitragen.

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Unini (2016-2017)

Unini liegt nahe der Stadt Atalaya im peruanischen Regenwald und hat 572 Einwohner (davon 287 Kinder). 80% der Menschen dort hatten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das Projekt umfasste den Bau eines Wasserreservoirs und Wasserleitungen zu den drei Dorfteile. Anschließend wurden Hausanschlüssen für 164 Häuser geschaffen. Von den Projektkosten in Höhe von ca. 100.000 US$ trugt die Bevölkerung ca. 15% durch eigene Arbeitsleistung. Im Juli 2017 fand die Einweihungsfeier des Trinkwasserprojektes im peruanischen Regenwald statt.

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Pillucho (2014-2016)

Pillucho liegt in der Region Ayacucho in den peruanischen Anden auf einer Höhe von 3.600 Metern und hat ca. 250 Einwohner. Die Menschen leben „von der Hand in den Mund“. Junge Menschen sehen keine Zukunft und verlassen das Dorf. Früher gab es nur ein sehr ineffizientes Wassersystem. Ein Erdrutsch verschüttete dieses Anfang 2014, so dass auch dieses nicht mehr nutzbar war. Zuerst musst die die Quelle durch Entfernung der Felsbrocken des Erdrutsches freigelegt werden. Dann wurden Bäumen zum Schutz vor Bodenerosion gepflanzt. Anschließend konnte ein gut geschützten Quellbecken und Leitungen zum Wassertank im Dorf gebaut werden. Die Dorfbewohner haben aktiv und voller Begeisterung bei diesen Arbeiten mitgeholfen. Im April 2016 wurde das Projekt eingeweiht.

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weiterführende Videos

(englisch)

http://www.goodnesstv.org/fr/videos/voir/41278 (französisch)

Wasserprojekt in Barranca (französisch)

http://www.goodnesstv.org/fr/videos/voir/45738

Wasser um zu glauben - Wasser um zu wachsen (spanisch)

http://www.goodnesstv.org/fr/videos/voir/47416/

Das blaue Gold von Vilcashuamán (spanisch, englische Untertitel)

Wie können Sie helfen?

Die Menschen in Peru sind auch auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen, um das Wasserprojekt durchführen zu können.

Alle Aktivitäten für das Peruprojekt in Pulheim erfolgen ehrenamtlich. Die Weiterleitung der Spenden nach Peru erfolgt kostenfrei über MISEREOR. Somit kommen Ihre Spenden ohne Abzug jeglicher Verwaltungskosten direkt den Wasserprojekten in Peru zugute.

Die Projekte werden darüber hinaus sehr transparent, kostenbewusst und in hohem Maße durch Eigenarbeit der Dorfbewohner durchgeführt.

Kontoverbindung bei der Volksbank Erft:

St. Kosmas und Damian Pulheim

IBAN: DE86370692526004329013  BIC: GENODED1ERE

Betreff: Alas des Esperanza

Bitte geben Sie im Betreff auch Ihre Adresse an, wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen. Das Pfarrbüro sendet Ihnen diese dann kurzfristig zu.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

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