Gottesdienste

Heilige Messe

Die Heilige Messe (auch Eucharistiefeier genannt) steht im Mittelpunkt des gottesdienstlichen Lebens der Pfarrgemeinde. In St. Kosmas und Damian wird noch nahezu an jedem Tag im Jahr eine Hl. Messe gefeiert. Auf der ganzen Welt werden die Messen nach der gleichen Grundstruktur gefeiert und jeweils die gleichen Texte aus der Bibel gelesen. Auch St. Kosmas und Damian ist so erkennbar Teil der Weltkirche.

Die Heilige Messe wird samstags 18.00 Uhr, sonntags 8.00 Uhr, 10.00 Uhr (Familienmesse) und 11.30 Uhr, montags und dienstags 8.30 Uhr, mittwochs 8.30 Uhr (Frauengemeinschaftsmesse), donnerstags 19.00 Uhr und freitags 8.30 Uhr (am 1. Freitag im Monat um 19.00 Uhr) in St. Kosmas und Damian gefeiert.

Eine Messe besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen, dem Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier im engeren Sinn. Im Wortgottesdienst steht – wie der Name sagt – das Wort Gottes im Mittelpunkt. An den Sonntagen werden drei Lesungen aus der Bibel vorgetragen, in der Regel eine aus dem Alten Testament, eine aus den Briefen des Neuen Testaments oder aus der Apostelgeschichte und schließlich eine aus einem Evangelium. Achten Sie mal darauf: Diese drei Texte sind immer so ausgesucht, dass sie Aussagen zum gleichen Thema machen, ein Thema sozusagen von allen Seiten beleuchten.

Die anschließende Eucharistiefeier ist auch eine Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu, aber sie ist noch viel mehr: In dieser Feier wird das Opfer, das Jesus vor 2000 Jahren brachte, auf unblutige Weise vergegenwärtigt. Untrennbar damit verbunden ist das Gedächtnis an die Auferstehung Jesu Christi. Christen glauben, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist sondern lebt. Und er ist den Menschen nahe. Er ist schon gegenwärtig, wo nur zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind – also auch in jeder Messe.

Der Mensch ist ein sinnenhaftes Wesen. Daher sollen in der Messe auch möglichst viele Sinne angesprochen werden. Neben dem gesprochenen Wort, die visuelle Gestaltung des Altars gibt es noch viele weitere Zeichen, die eine Messe prägen. Der Weihrauch, der an besonderen Hochfesten verwendet wird,  spricht den Geruchssinn (und auch den Sehsinn) an. Er gibt einer Messe eine ganz besondere geheimnisvolle Atmosphäre. Auch die verschiedenen Körperhaltungen während der Messe haben ihren Sinn: der Mensch ist Leib und Seele und deswegen ist es nur natürlich, mit dem ganzen Körper zu beten.

Auch im Seniorenzentrum zelebriert Pfarrer Matthias Balg die Heilige Messe mittwochs und sonntags jeweils um 10 Uhr.
Die katholische Kirche kennt außerordentlich viele verschiedene Gottesdienst- und Gebetsformen. Die meisten haben auch in unserer Gemeinde ihren Platz. Weiter gibt es Stundengebete, Exequien (Begräbnisfeiern), Schulgottesdienste, Wortgottesdienste, Eucharistische Anbetung, Prozessionen, Wallfahrten, Bußgänge, Andachten und Lobpreis. Mit ihrer Vielfalt möchten die verschiedenen Gottesdienstformen den verschiedenen Situationen unseres Lebens und den verschiedenen Stationen des Kirchenjahres entsprechen.
Unsere Kirche von innen
Familienmesse

Die Familienmessen finden jeden Sonntag um 10 Uhr statt. Es sind Heilige Messen, deren Mitfeier selbstverständlich allen Gemeindemitgliedern jeden Alters offensteht. Jedoch richten sich die Familienmessen in der Ausgestaltung besonders an Grundschulkinder und ihre Eltern.

In diesen Messen wird versucht, die Kinder stärker in das Geschehen mit einzubeziehen. So werden die Kyrie-Rufe sowie die Fürbitten meist von Kindern vorgelesen. Die Katechese (Predigt) nach dem Evangelium ist sprachlich und inhaltlich stärker am Verständnishorizont der Kinder ausgerichtet. Bei der Gabenbereitung zu Beginn  der Eucharistiefeier dürfen einige Kinder die Gaben zum Altar bringen und dürfen während Wandlung und Hochgebet oben direkt beim Altar stehen und alles hautnah miterleben. Während der Kommunionspendung sind die kleineren Kinder, die noch nicht die Erstkommunion empfangen haben, eingeladen, nach vorne zu kommen und vom Priester gesegnet zu werden (dies gilt selbstverständlich für jede Hl. Messe). In der Familienmesse wird statt aus dem „Gotteslob“ aus der „Roten Mappe“ gesungen. Die Mappen liegen in den letzten Bankreihen in Kästen aus.

Der Familienmesskreis bereitet diese Messen zusammen mit dem Seelsorgeteam vor. Ansprechbar ist: 

Rosenkranzgebet

Der Rosenkranz ist eine viele Jahrhunderte alte Gebetsform, bei der in einer regelmäßigen Abfolge das "Vater unser", das "Ave Maria" sowie sogenannte „Gesätze“  (von „Satz“) miteinander verbunden und vielfach wiederholt werden. Die Gesätze betrachten Leben und Sterben und Auferstehung Jesu Christi. Je nach Schwerpunkt der Gesätze unterscheidet man den freudenreichen, lichtreichen, schmerzhaften, glorreichen und trostreichen Rosenkranz. Ein vollständiges Rosenkranzgebet dauert ungefähr eine halbe Stunde.

Tatsächlich ist das Rosenkranzgebet ein meditatives Gebet. Es lädt die Betenden ein, inne zu halten und sich etwas Zeit zu nehmen und zur Ruhe zu kommen. Ohne intellektuelle Anstrengung vertieft man sich in Gebet und Betrachtung und verbindet das Lob der Gottesmutter Maria mit einer Meditation des Weges ihres Sohnes. 

In St. Kosmas und Damian wird der Rosenkranz regelmäßig zweimal in der Woche in der Kirche gebetet. Dienstags um 8.00 Uhr und donnerstags um 18.30 Uhr (außer am 1. Donnerstag im Monat).

Traditionell gilt der Oktober als Rosenkranz-Monat. Daher werden in St. Kosmas und Damian im Oktober zusätzlich zum Rosenkranzgebet auch jeweils dienstags und freitags um 18.00 Uhr Rosenkranzandachten gehalten. In diesen Andachten wird auch der Rosenkranz gebetet. Zusätzlich enthalten die Andachten Schriftlesung, weitere Gebete und es werden Lieder gesungen.

Karwoche

Zwischen Palmsonntag und Ostersonntag ist vieles etwas anders.

An Palmsonntag, dem Tag, an dem der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert wird, beginnen wir die Familienmesse und die Messe um 11.30 Uhr draußen am Bildstock vor der Kirche. Die Gläubigen halten Buchsbaumsträußchen in den Händen, die vom Priester mit Weihwasser gesegnet werden (Bei vielen ist es Brauch, dass diese Zweige für den Rest des Jahres zuhause an ein Kreuz gesteckt werden). Dann ziehen wir hinter dem Kreuz in einer kleinen Prozession in die Kirche. – Achten Sie mal darauf: Bei jeder Prozession, bei jedem großen Einzug in der Kirche geht das Kreuz – und damit Christus – voran. Er zeigt den Weg. In der anschließenden Messe ändert sich das Thema, es wird übergeleitet zum Leiden und Sterben Jesu. Die Passionsgeschichte wird vorgelesen und zwar in verteilten Rollen, wodurch die Leidensgeschichte noch anschaulicher wird.

Am Gründonnerstag erinnert die Kirche an das letzte Abendmahl und damit an die Einsetzung der Eucharistie. An diesem Tag wird weltweit in jeder Gemeinde nur abends eine besondere Messe gefeiert, die viele zusätzliche Elemente enthält. An diesem Tag wird auch die Möglichkeit für alle Gläubigen geboten, das Blut Christi unter der Gestalt des gewandelten Weines zu empfangen (Dass dies nicht in jeder Messe angeboten wird, hat ausschließlich organisatorische / hygienische Gründe). Diese Messe enthält wieder zusätzliche symbolischen Handlungen. So wäscht der Priester 12 Gemeindemitgliedern die Füße, so wie Christus den Aposteln die Füße gewaschen hat. Da das letzte Abendmahl aber gleichzeitig in das Leiden und Sterben Jesu mündet, enthält die Messe an Gründonnerstag auch Zeichen, die dies verdeutlichen.

Am Ende der Abendmahlsfeier werden die übriggebliebenen Hostien, unter deren Gestalt Jesus selbst gegenwärtig ist und die normalerweise im Tabernakel aufbewahrt werden, aus der Kirche getragen. Der Tabernakel bleibt leer und offen zurück. Die ewige Lampe, die das ganze Jahr als Zeichen von Jesu Anwesenheit neben dem Tabernakel leuchtet, wird gelöscht.

Schon während der ganzen Fastenzeit gab es keinen Blumenschmuck mehr in der Kirche – das Auge fastet.

Auch das Ohr fastet: An Gründonnerstag erschallt nun noch einmal zum Gloria das musikalische Lob Gottes und zwar mit allem, was Kirche hat: die Orgel braust, die Messdiener klingeln mir den Altarglöckchen, die Glocke an der Sakristeitür wird durchgehend geläutet. Aber danach ist Stille. Kein Musikinstrument, keine Glocke wird mehr erschallen bis zur Feier der Auferstehung. Die Messdiener werden statt mit Glöckchen mit hölzernen Klappern auf den Moment der Wandlung hinweisen, die Gläubigen singen nur noch a capella, die Kirchenglocken werden in den nächsten Tagen schweigen.

An Karfreitag, dem Todestag Jesu, wird niemals eine Messe gefeiert. Die Karfreitagsliturgie ist ein besonderer Wortgottesdienst mit Kommunionspendung (die Hostien stammen noch aus der Messe von Gründonnerstag) und speziellen zusätzlichen Elementen, z.B. der Kreuzverehrung. Dabei wird ein Kreuz in die Mitte vor den Altar gestellt und die Gläubigen ziehen nach vorne zum Kreuz und verehren es durch eine Kniebeuge oder eine Verneigung. Natürlich beten sie nicht das Stück Holz des Kreuzes an, sondern huldigen damit Christus.

Ostern

Die Trauer des Karfreitags, die Stille und Leere des Karsamstags wird in der Feier der Osternacht in Jubel gewandelt. In Pulheim beginnt diese Feier in der Regel um 21.00 Uhr auf dem Kirchplatz. Dort brennt das Osterfeuer, an dem die neue Osterkerze entzündet wird. Mit der brennenden Osterkerze zieht der Priester in die dunkle Kirche ein. Von diesem Licht aus werden die Kerzen der Gläubigen entzündet.

Der erste Teil der Osternachtsfeier ist wie eine Nachtwache gestaltet. Wir warten im Dunkel auf das Licht, auf den Erlöser. Zwischen drei und sieben Lesungen werden verlesen, darunter immer die Schöpfungsgeschichte und den Auszug aus Ägypten, beides Texte, die von Gottes Größe und Zuneigung zu den Menschen erzählen.

Und dann kommt der Moment: die Wartezeit ist zu Ende, Licht durchdringt die Dunkelheit. Wir feiern die Auferstehung: im Gloria erschallt plötzlich die Orgel aufs Neue, das Licht erleuchtet die Kirche, alle Glocken läuten. Reichhaltiger Blumenschmuck und Weihrauch sprechen die Sinne an, alles Zeichen dafür, dass Jesus die Welt erlöst hat.  

Wer diese vier Gottesdienste in der Heiligen Woche bewusst mitfeiert, der weiß auf einmal zu schätzen, was Liturgie alles kann.

Angebote Karwoche und Ostern 2019

Gründonnerstag, Donnerstag, 18. April 2019
16.30 Uhr  |  Abendmahlsfeier der Erstkommunionkinder
18.30 Uhr  |  Abendmahlsgottesdienst im Seniorenzentrum
20.00 Uhr  |  Abendmahlsmesse - mitgestaltet von Young Voices
anschließend Beichtgelegenheit und Anbetung

Karfreitag, Freitag, 19. April 2019
11.00 Uhr  |  Kreuzesfeier der Kinder
15.00 Uhr  |  Feier vom Leiden und Sterben Christi mit Kirchenchor
anschließend Beichtgelegenheit
15.15 Uhr  |  Liturgie vom Leiden und Sterben Christi im Seniorenzentrum
19.30 Uhr | Taizé-Gebet vor dem Kreuz im Altteil der Kirche (fällt krankheitsbedingt aus!)

Osternacht, Samstag, 21. April 2019
9.00 Uhr  |  Grabesbetrachtung im Altteil der Kirche
18.30 Uhr  |  Osternachtsfeier im Seniorenzentrum, anschließend Agape
21.00 Uhr  |  Feier der Osternacht - mitgestaltet von Young Voices 
anschließend Agape im Pfarrzentrum

Sonntag, 22. April 2019 - Ostersonntag
8.00 Uhr  | Hl. Messe
10.00 Uhr  | Hl. Messe
11.30 Uhr  | Hochamt

Montag, 23. April 2019 - Ostermontag
8.00 Uhr  |  Hl. Messe
10.00 Uhr  |  Familienmesse
10.00 Uhr  |  Hl. Messe im Seniorenzentrum
11.30 Uhr  |  Festmesse - musikalisch mitgestaltet vom Kirchenchor 

Herz-Jesu-Freitag

An jedem 1. Freitag im Monat um 19.00 Uhr wird eine besondere Hl. Messe gefeiert. Er ist ein bevorzugter Tag für die Aussetzung des Allerheiligsten mit Spendung des sakramentalen Segens.

Schulgottesdienste

Es gibt in Pulheim zwei katholische Grundschulen, von denen jede einmal im Monat freitags um 8.15 Uhr einen Gottesdienst feiert. Dies ist meistens eine Hl. Messe. 

Zu besonderen Anlässen gibt es auch ökumenische Wortgottesdienste der Marion-Dönhoff-Realschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Dazu gehören Weihnachtsgottesdienste wie auch Gottesdienste am Ende des Schuljahrs, insbesondere für die Jahrgänge, die ihren Schulabschluss gemacht haben und die Schule verlassen. An dieser wichtigen Station ihres Lebens stellen sie sich unter den Segen Gottes.

Kleinkindergottesdienst

Jesus hat ausdrücklich gesagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen“. Deshalb bietet die Pfarrgemeinde St. Kosmas und Damian am letzten Samstag im Monat um 16.00 einen Wortgottesdienst für die Kleinsten und Kindergartenkinder an. Zusammen mit den zwei Handpuppen Kosmas und Damian sprechen sie über erste Fragen des Glaubens, beten und singen auf kleinkindgerechte Weise. Dabei sitzen sie nicht steif in den Bänken, sondern gemütlich auf dem Boden. So sollen sie unsere Kirche als einen Raum erfahren, in dem sie sich wohl fühlen. 

Übrigens: Immer nach dem Kleinkindergottesdienst hat die Katholische Öffentliche Bücherei gegenüber der Kirche geöffnet. Dort gibt es ein reichhaltiges Sortiment an Büchern und Spielen für (Klein-)kinder.

Die Vorbereitung der Kleinkindergottesdienste übernimmt der Kleinkindermesskreis.

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