Gundula Dinter - Pfingsten

Einsicht und Stärke

Einsicht

Der Heilige Geist sagt zu uns: nimm deine Fehler und Schwächen an. Versuche es besser zu machen ich helfe dir dabei, Du musst nicht perfekt sein, aber mache dich auf den Weg. Ich zeige dir die Richtung. Ich bin dein Begleiter. Du kannst auf mich zählen. Es ist gar nicht so schwer. Dir werden viele andere Menschen begegnen denen es genauso geht wie dir.

Die Stärke:

Deine Stärke beginnt dort, wo du nicht mehr versuchst dein Willen durchzusetzen, am besten noch mit Gewalt, sprachlich oder im schlimmsten Fall sogar handgreiflich wirst. Die Stärke, die uns der Heilige Geist schenkt, ist anders. Es ist eine unglaubliche Stärke, nachgeben zu können. Die Stärke in mir selbst zu ruhen egal was um mich herum passiert. Anzunehmen, dass da jemand ist, der mehr Ahnung hat als ich. Anzunehmen, dass andere das letzte Wort haben und nicht darauf bestehen. Stärke aber auch wenn andere meine Hilfe brauchen, die selber zu schwach sind, für sich alleine einzustehen. Mich stark machen für die, die ansonsten keine Lobby haben. Das ist die Stärke, die der Heilige Geist schenkt. Ich möchte lernen, Sie immer wieder neu in mir zu kultivieren.

An Pfingsten ist der Grundstein für unsere Kirche gelegt worden. Ohne den heiligen Geist gäbe es sie nicht, da bin ich mir sicher. Gottes Geist ist mitten unter uns. Was kann der  Heilige Geist bewirken? Wer hat den heiligen Geist?  Wir alle?

Bei der Firmung betet der Weihbischof:

Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, du hast diese jungen Christen in der Taufe von der Schuld Adams befreit, du hast ihnen aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt. Wir bitten dich, Herr, sende ihnen den Heiligen Geist, den Beistand. Gib ihnen den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Gerne schließe ich mich auch folgenden Gedanken an:

Diese durch den Heiligen Geist gewirkten Gaben oder Befähigungen sind etwas anderes als unsere natürlichen Begabungen. Gott kann und will auch unsere Begabungen (reden, singen, organisieren etc) verwenden und sie können auch ein Segen sein.
Gott gefällt es aber gerade, auf andere, auf übernatürliche Weise zu wirken und uns mit Fähigkeiten auszurüsten, die nicht in unserer natürlichen Veranlagung liegen. Wir Menschen besitzen die Gaben nicht, sondern der Hl. Geist. Und er verteilt sie, wie er will, an uns alle.
In jedem von uns schlummert spirituelles Potenzial. Es bleibt oft ungenutzt, weil wir gar nicht darum wissen. Der Hl. Geist verteilt diese Gaben zum Nutzen aller, wie er will. Er macht keinen Unterschied zwischen Klerikern und Laien, zwischen geistlichen Würdenträgern und Basis, zwischen Mann und Frau, zwischen Alt und Jung, zwischen Mitgliedern und Nichtmitgliedern christlicher Kirchen. Diese Geistesgaben lassen sich weder durch religiöse Leistungen, noch moralisches Sich-Anstrengen, noch durch kirchliches Engagement erlangen.
Die Fülle der Gaben haben wir nur in der Gemeinschaft miteinander. Die Geistesgaben sind ein anvertrautes Gut und gehören der Gemeinde. Sie sind kein Besitz. Sie sind Werkzeuge, die für die Zubereitung und Vollendung der Gemeinde gegeben sind. Die Gaben sind weder ein Zeichen besonderer Heiligkeit noch eine Auszeichnung oder Belohnung für treue Dienste. Sie sind uns einfach entsprechend unserer Zutei­lung und unserem Platz am Leibe Christi aus Gnaden geschenkt. Keine Gabe ist besser als die Andere. Es bedarf Menschen, die diese Geistesgaben aktivieren und sie in die Gemeinschaft integrieren.
(Text gekürzt nach Daniel Schenk)

Welche der 7 Gaben brauchen Sie. Womit möchten Sie bestärkt werden? Was ist Ihre Stärke?

Gebet von Schwester Katharina Hartleib

"Atme in mir, du heiliger Geist, dass ich Heiliges denke. Treibe mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges tue. Locke mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges Liebe. Stärke mich, du heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte. Hüte mich, du heiliger Geist, dass sich das Heilige nimmer verliere. Amen." 

Atme in mir, du heiliger Geist, dass ich Heiliges denke, wenn ich atemlos durch den Tag hetze.
Atme in mir, wenn mir die Luft ausgeht. Atme in mir, wenn der Sauerstoff guter Gedanken fehlt. Atme in mir, wenn mir das Wasser bis zum Hals steht. Atme in mir, wenn Giftstoffe meine Innenwelt angreifen. Atme in mir, wenn ich im Alltag zu ersticken drohe. Atme in mir, denn du bist mein Rhythmus im Auf und Nieder meines Lebens.

Treibe mich du heiliger Geist, dass sich Heiliges tue. Treibe mich an, wenn die Trägheit mich lahmlegt. Treibe mich an alte Gewohnheiten zu verlassen. Treibe mich an zu lassen was mich hindert vorwärtszukommen. Treibe mich an, wenn es heißt gegen den Strom zu schwimmen. Treibe mich an, aber lass mich nicht ziellos dahin treiben. Treibe mich an, damit das Schiff meines Lebens in Fahrt kommt. Denn von dir getrieben, gelange ich ans Ziel.

Locke mich du heiliger Geist, dass ich Heiliges Liebe. Aus meinen engen Grenzen locke mich. Aus dem Netz meiner Schuld locke mich. Auf neue unbekannte Wege locke mich. In deinen Bannkreis locke mich. In deine Mitte locke mich. In die Verbundenheit mit dir locke mich, denn deiner Verlockung kann ich nicht widerstehen.

Stärke mich du heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte. Stärke mich in meiner Sehnsucht. Stärke mich in meinen Träumen. Stärke mich in meiner Hoffnung Stärke mich in meinen Aufbrüchen. Stärke mich in meinem Menschsein. Stärke mich in meiner Liebe. Denn du bist die Kraft, die mich wachsen lässt.Hüte mich du heiliger Geist, dass sich das Heilige nimmer verliere. Atme in mir und belebe mich. Treibe mich zu Aufbruch und Neubeginn. Locke mich wieder viele Verlockungen. Stärke mich in Wachstum und Wandlung Hüte mich und behüte mich, dass ich Heiliges nimmer verliere. Amen.


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