Firmung

Der Weg zurück zum Glauben


Wir beiden haben nach der Kommunion den Bezug zur Kirche verloren. Doch wie haben wir wieder zurückgefunden?

Alexandra: Vor der Kommunion war ich regelmäßig in der Kirche. Nach der Kommunion war ich nur noch selten in der Kirche. Ich hatte keinen Gefallen mehr daran. Durch meine Eltern habe ich aber immer wieder von der Kirche mitbekommen, da die beiden des Öfteren dort waren. Zudem hatte ich durch meine Patentante immer wieder Kontakt zur Kirche, da sie Küsterin ist. Trotzdem war ich nicht motiviert in die Kirche zu gehen. Ab und zu war ich wegen einer Freundin in der evangelischen Kirche und habe so auch mal den evangelischen Glauben kennengelernt. Doch auch das hat mir nicht so wirklich gefallen. Als ich dann gehört habe, dass jetzt bald die Firmung anfängt, war ich auch nicht wirklich begeistert. Ich habe lange überlegt, ob ich es machen wollte oder lieber nicht. Meine Eltern wollten sehr, dass ich es mache und so hatten wir uns darauf geeinigt, dass ich es ausprobiere. Dies war auch die richtige Lösung. Nach 2 Jugendmessen hatte ich wieder Spaß an den Messen gefunden und auch der Firmunterricht hat mir gefallen.


Diana: Auch ich hatte nach der Kommunion den Bezug zur Kirche verloren und bin nicht mehr hingegangen. Allerdings ist bei mir auch der Großteil meiner Familie nicht mehr in der Kirche. Somit hatte ich auch keinen Kontakt mehr zur Kirche. Wie Alexandra war ich auch ein paar Mal in der evangelischen Kirche mit einer Freundin, aber mehr ihr zuliebe. Als ich die Einladung zur Firmung erhalten habe, habe ich nicht drüber nachgedacht. Für mich war klar, dass ich diese nicht mache. Doch dann kam Alexandra zu mir und hat mich gefragt, ob ich mitmache. Ich wollte nicht wirklich, aber bin auch ihr zur Liebe mal mitgegangen. Anfangs war ich auch nicht begeistert aber inzwischen gefällt es mir und ich freue mich, wenn ich mich mit meiner Freundin sonntags treffen kann und wir zusammen zur Kirche fahren können.


Anfangs hatten wir beide keine Lust, aber dadurch, dass wir uns gegenseitig unterstützt haben, haben wir beide wieder den Weg zurückgefunden. Inzwischen ist es sehr schön, wenn wir beide gemeinsam zur Kirche fahren.

Interview Katechet*innen

Wie kann man Katechet oder Katechetin werden?

Man muss eigentlich nur gefirmt sein und Lust haben, daran teilzunehmen. Wenn das beides zutrifft, kann man sich beim Pfarrer März, bei den Katecheten oder per E-Mail ans Pfarrbüro melden. Nachdem man sich dann dort gemeldet hat, wird man dann zu einem Infotreffen eingeladen, wo die näheren Informationen geklärt werden können.

Was sind die Voraussetzungen um Katechet werden zu können?

Man muss nur gefirmt sein und Interesse daran haben mit den Firmlingen zu arbeiten. Außerdem sollte man Interesse haben, sich mit dem Gemeindeleben und dem Glauben zu beschäftigen.

Gibt es ein Mindestalter?

Es gibt nicht wirklich ein Mindestalter, aber man muss halt gefirmt sein, weshalb man dann ja meist mindestens 16 Jahre alt ist.

Warum wolltet ihr Katecheten werden?

Wir waren beide Messdiener und dann wollten wir uns irgendwann auch noch weiter engagieren und wollten mit Jugendlichen arbeiten. Aus diesem Grund bat sich dann für uns die Firmvorbereitung sehr an und jetzt machen wir das auch schon seit 7 oder 8 Jahren.

Was sind eure Aufgaben?

Man plant halt die einzelnen Gruppenstunden und dann ist ca. einmal pro Monat ein Treffen, wo sich dann alle Katecheten und Katechetinnen und der Pfarrer treffen und wir dann Veranstaltungen und Aktionen besprechen, wie beispielsweise Großgruppen-Treffen, Ausflüge, alles zur Firmfahrt und zu den Jugendmessen. Außerdem besprechen wir natürlich dann alles zur Firmung selbst und organisieren diese.

Wenn jemand also Interesse hat sich firmen zu lassen, Katechet*in zu werden oder sich irgendwie anders an der Kirche zu engagieren, könnt ihr euch jeder Zeit an die obengenannten Personen wenden.

... nach Corona

Das erste was man machen kann/was wir wollen, wenn die Corona-Maßnahmen sich bessern. Von Vivien Diensberg und Sophie Gaidies.

Wir dachten uns, es wäre ganz interessant mal von anderen Leuten zu erfahren, was deren Vorstellungen und Wünsche sind, die sie nach Corona machen wollen. Aus diesem Grund haben wir einfach mal unsere Freunde gefragt und uns auch selbst gefragt, was wir seit Corona denn vermissen und was wir uns wieder wünschen einfach so machen zu können. Die meisten wollten einfach wieder ein normales Leben führen können. Das bedeutet einfach mal spontan mit Freunden etwas unternehmen, ins Kino oder ins Schwimmbad gehen. Außerdem vermissen viele einfach mal ihren Urlaub, da sie schon lange nichts anderes mehr außer ihrer Stadt gesehen haben. Durch Corona können viele auch keins ihrer Hobbys mehr durchführen und wollen auch diese wieder machen können.

Vorschläge
Kirchen in der Corona-Situation

Wie die meisten vermutlich wissen, werden hier in der Kirche St. Kosmas und Damian Präsenzgottesdienste gefeiert. Aber wie läuft das in anderen Gemeinden ab?

Durch die Corona Krise mussten auch die Kirchen ihren Alltag umstellen. Hier in der Kirche werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert. Jedoch muss man sich oft vorher anmelden, damit die Kirche nicht überfüllt ist. Allgemein ist es schon seit langer Zeit so, dass in den Kirchen nicht mehr gesungen werden darf. Zudem besteht eine Maskenpflicht. Hier in Pulheim wird außerdem jede zweite Reihe freigelassen und in einer Bank dürfen maximal zwei bis drei Personen sitzen. Bevor die Kommunion ausgeteilt wird, desinfizieren sich die Austeilenden die Hände und benutzen eine Gebäckzange dafür. Man bekommt die Hostie durch einen Spuckschutz, da man dort kurz die Maske abnehmen muss. Die Firmlinge haben in Gruppen immer wieder online Meeting und gehen alle zwei Wochen in die Jugendmesse Sonntag abends.

In der evangelischen Gnadenkirche in Pulheim werden seit kurz vor Weihnachten keine Präsenzgottesdienste mehr gefeiert. Dort gibt es allerdings eine gute Alternative. Zu den normalen Gottesdienstzeiten wird ein Livestream auf YouTube gestartet. Dort kann dann jeder von zu Hause aus zuschauen und mitfeiern. Wenn es keinen Livestream gibt, gibt es Gottesdienste, die schon vorher aufgenommen wurden und dann hochgeladen wurden. Die Konfirmation vom Jahrgang 2020 hat die Kirche aus Sicherheitsgründen auf dieses Jahr im August verschoben.

In der Kirche St. Peter und Paul in Hemer gibt es seit kurz vor Ostern auch keine Präsenzgottesdienste mehr. Auch dort ist es so, dass sie zu den normalen Gottesdienstzeiten einen Livestream auf YouTube übertragen, den man sich anschauen kann. In dem Livestream singen die Personen, die sich in der Kirche befinden auch, damit die Leute zuhause auch mitsingen können. Für die Kommunionkinder haben sie in kleinen Gruppen Führungen durch die Kirche angeboten, damit die Kinder lernen, wie die Dinge in der Kirche heißen. Außerdem haben sie kurze Clips auf YouTube hochgeladen, die die Kinder sich anschauen konnten. Bei den Firmlingen ist es ähnlich wie bei uns. Auch sie haben in Gruppe immer wieder online Meetings und die Firmung wird dort draußen stattfinden. Außerdem haben sie gesagt, sie öffnen die Kirche ab einer Inzidenz im Kreis von unter 200. Dann sieht es bei ihnen mit den Maßnahmen in der Kirche gleich aus wie hier in Pulheim.

Wir beide finden, dass man bei einer hohen Inzidenz lieber Gottesdienste per Livestream übertragen sollten. Allerdings finden wir auch, dass es für die älteren Menschen, die Probleme mit der Technik haben, schwierig ist, sich einen Livestream anzuschauen. So wird ihnen die Möglichkeit genommen, an Gottesdiensten ihrer Gemeinde teilzunehmen. Aber sie können sich trotzdem einen Gottesdienst im Fernsehn ansehen, oder sie fragen einen Nachbarn oder Verwandten um Hilfe. Wir finden, dass durch die Livestreams eine sichere Alternative für alle geschaffen wurde, um trotzdem Gottesdienste in dieser schwierigen Zeit feiern zu können.

Alexandra und Diana

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